Gesetzliche Krankenversicherung wird teurer


Beitragssenkung in der gesetzlichen Krankenkasse gibt es nicht

Das Ziel der gesetzlichen Krankenversicherung – GKV – die Beiträge zu senken, damit die Mitglieder zu entlasten, darf als gescheitert betrachtet werden. Jede gesetzliche Krankenkasse darf Zusatzbeiträge erheben. Die Zusatzbeiträge trägt jeder selbst.
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Was ändert sich am 01.01.2014 in der gesetzlichen Krankenversicherung?

Zum 01.01.2015 wird der Beitrag zur gesetzlichen Krankenversicherung – GKV – auf 14,6 % gesenkt werden. Der Arbeitgeberbeitrag wird auf 7,3 % festgeschrieben. Die angebliche Entlastung über die Beiträge zur GKV wird nicht stattfinden, da bereits jetzt feststeht, dass die Kassen über ein Minus von über € 11 Mrd. verfügen. Dieses Minus wird ausgeglichen durch eigene freigegebene Zusatzbeiträge, die jede Kasse für sich selbst berechnen und erheben kann.

Was muss ich künftig in der gesetzlichen Krankenversicherung zahlen?

Ab dem 01.01.2015 erhöht sich die Beitragsbemessungsgrenze auf insgesamt € 4.125,00 brutto pro Monat. Bis zu diesem Betrag wird der monatliche Beitrag zur GKV mit 14,6 % berechnet.

Die gesetzliche Pflegepflichtversicherung wird ab dem 01.01.2015 ebenfalls teurer.

Wenn eine Krankenkasse jedoch einen Zusatzbeitrag von nur 1 % erhebt, dann beträgt der Eigenanteil nicht nur 7,3 % sondern insgesamt 8,3 % und es ist mit höheren Zusatzbeiträgen zu rechnen.

Beispiel:
Grundlage ist die Beitragsbemessungsgrenze, also der Höchstsatz der von der gesetzlichen Krankenkasse berechnet wird.

Bruttogehalt € 4.125,00 = 14,6 %
Ihr halber Anteil beträgt dann 7,3 % = € 301,13
zzgl. angenommener Zusatzbeitrag von 1 % sind € 41,25,
insgesamt also ein Eigenanteil in Höhe von € 342,38.

Nach alter Berechnung mit einem Beitragssatz von 15,5 % betrug der Eigenanteil € 313,88 ohne gesetzliche Pflegepflichtversicherung.

Der Zusatzbeitrag erhöht also die monatliche Belastung. Der Zusatzbeitrag kann auch noch höher ausfallen.

Warum werden Zusatzbeiträge erhoben?

Durch die Senkung des Beitragssatzes von 0,9 % auf 14,6 % fehlen den Kassen rund € 11 Mrd., die von den Mitgliedern alleine aufgebracht werden müssen. Das entspricht ca. 5 % an Mehrkosten für Gesundheitsausgaben, die aufgefangen werden müssen.

Es wird wohl keine gesetzliche Krankenkasse geben, die auf Zusatzbeiträge verzichten kann.

Zusatzversicherungen im ambulanten, stationären oder zahnärztlichen Bereich sind auch weiterhin von Ihnen selbst zu zahlen. Die gesetzlichen Krankenkassen weisen immer wieder darauf hin, dass Zusatzversicherungen besonders beim Zahnarzt erforderlich sind, damit die Kosten im Falle der Behandlung auch gedeckt sind.

Wann kann ich in die private Krankenversicherung wechseln?

Sie können noch dieses Jahr wechseln. Wenn Sie bereits 2014 die Jahresarbeitsentgeltgrenze von € 53.550,00 erreicht haben, können Sie in die private Krankenversicherung umstellen. Im Jahr 2015 erhöht sich die Grenze auf insgesamt € 54.900,00, die als Verdienst ausgewiesen sein müssen.
ACHTUNG: Zulagen, sonstige feste Bezüge können bei der Berechnung des Jahresgehaltes mit einbezogen werden, unter Umständen auch Gratifikationen und Tantiemen.

Fazit:

Die private Krankenversicherung ist besonders interessant, wenn Sie zu den noch gültigen Bedingungen mit dauerhaft gleichbleibenden Leistungen wechseln wollen. Die gesetzliche Krankenversicherung wird für den Einzelnen immer teurer und die Leistungen können durch den Staat jederzeit reduziert werden.

Ich berate, wie Sie noch dieses Jahr zu den günstigeren Bedingungen wechseln können und welche Voraussetzungen erforderlich sind.

Für Ihre Fragen stehe ich Ihnen gerne telefonisch, per Mail oder per Kontakt-Formular zur Verfügung.

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