Erwerbsunfähigkeit | Dienstunfähigkeit


Was passiert, wenn ich nicht mehr arbeiten kann?

Erwerbsunfähigkeitsversicherung

Erwerbsunfähig ist, wer nicht mehr als 3 Std. täglich eine Arbeit verrichten kann, teilerwerbsunfähig ist, wer nicht mehr als 6 Std. täglich eine Arbeit verrichten kann, darüber hinaus ist man voll erwerbsfähig. Für Alle die nach dem 02.01.1961 geboren sind, gilt diese Regelung, alle früher geborenen haben noch Anspruch auf eine Berufsunfähigkeitsrente. Die Teilerwerbsunfähigkeitsrente ist die Hälfte der Höhe der vollen EU-Rente.

Der Unterschied ergibt sich den Begriffen selbst. Wenn vorher auf die Ausübung des Berufs abgestellt wurde, gilt jetzt die Ausübung eines Erwerbs. In jedem Fall ist der daraus entstehende Anspruch auf eine Teilerwerbsunfähigkeitsrente oder einer Erwerbsunfähigkeitsrente äußerst gering.

Selbstverständlich kann hinzuverdient werden, aber auch hier gibt es Grenzen und die Rente verringert sich gravierend und zwar je nach der Höhe des Hinzuverdienstes.

Im übrigen sei noch darauf hingewiesen, dass ein Anspruch auf EU-Rente erst besteht, innerhalb von 5 Jahren mindestens 3 Jahre Beiträge in die Rentenversicherung gezahlt wurden.
Gerade für Berufseinsteiger und junge Familien ist es erforderlich, dass hier rechtzeitig vorgesorgt wird, damit ein finanzieller Notstand vermieden werden kann.

Fazit:

Die Erwerbsunfähigkeit ist nicht nur persönlich, sondern auch finanziell ein grosser Einschnitt. Die Absicherung durch eine Erwerbsunfähigkeitsversicherung ist günstiger, als die einer Berufsunfähigkeit, aber auch eine Möglichkeit neben der Dread Disease (schwere Krankheiten), Grundfähigkeitsversicherung oder eine Unfallrente mit eingeschlossenen Bausteinen wie Pflegerente, Grundfähigkeit, Schwere Krankheiten und mehr.

Dienstunfähigkeitsversicherung

Beamte können nicht erwerbsunfähig werden, sondern nur Dienstunfähig, da Sie einen Dienstherren haben und keinen Arbeitgeber. Aber hier gibt es einige Besonderheiten.

Ein Beamter bekommt ein Ruhegehalt, allerdings muss er mindestens 5 Jahre Dienst geleistet haben, sonst besteht generell kein Anspruch auf ein Ruhegehalt. Im Laufe der Dienstjahre steigt auch der Anspruch auf Ruhegehalt, so dass die zusätzlich vereinbarte Dienstunfähigkeitsversicherung sinken sollte, was auch zu einer Reduzierung des jeweiligen Beitrages führt. Grundlage sollte ferner sein, dass eine Weiterzahlung bis zum Eintritt in das Pensionsalter eingeschlossen ist.

Die auf den einzelnen zutreffenden Situationen müssen in dem Vorschlag mit berücksichtigt werden.

Es gibt nicht viele reine Dienstunfähigkeitsversicherungen, daher lassen Sie sich immer einen Vergleich der Leistungen von einer Profiagentur erstellen, den Sie von jedem Versicherungsmakler bekommen können.

ACHTUNG: Eine Berufsunfähigkeitsversicherung muss eine gesonderte Dienstunfähigkeitsklausel beinhalten, damit Anspruch auf Rentenzahlung besteht. Unbedingt überprüfen, ob eine solche Klausel mit vereinbart wurde und viele Verträge enthalten nur eine eingeschränkte Dienstunfähigkeitsklausel. Vor Abschluss ist genau zu überprüfen, welcher Berufsgruppe der Beamte angehört.

Fazit:

Die Absicherung der Differenz zwischen dem Ruhegeldanspruch und dem tatsächlichen Gehalt ist in jungen Jahren besonders wichtig, da dieser Unterschied besonders hoch ist. Die finanzielle Absicherung des Lebensstandards sollte im Vordergrund stehen, besonders wenn auch noch Familie und Kinder vorhanden sind.

Für Ihre Fragen stehe ich Ihnen gerne telefonisch, per Mail oder per Kontakt-Formular zur Verfügung.