Krankenversicherung


Was sind die Vorteile einer privaten Krankenversicherung?

Die Krankenversicherung für alle Fälle gibt es nicht, sondern nur den Unterschied zwischen den gesetzlichen Kassen (GKV) und der Privaten Krankenversicherung (PKV).

Wir haben ca. 130 gesetzliche Krankenversicherungen – GKV – die alle einen einheitlichen Beitragssatz haben und einheitliche Leistungen anbieten müssen (von Zusatzleistungen abgesehen). Fast 70 Mill. Menschen sind dort versichert.

Die Leistungen der GKV werden festgelegt und unterliegen einem stetigen Wandel, denn die Leistungsfähigkeit richtet sich auch nach der Zahlungsfähigkeit der GKV. Immer mehr Kosten werden für Medikamente, Operationen (teils unnötige) und teure Gerätemedizin aufgewandt, die müssen aber irgendwo herkommen. Wenn die Beitragseinnahmen rückläufig sind, die Kosten steigen, dann müssen die Leistungen reduziert werden und genau da liegt der Punkt. Es gibt in der gesetzlichen Krankenversicherung keine Leistungsgarantie, sondern wie die Vergangenheit zeigt, immer wieder neue Reformen und Leistungskürzungen, aber die Beiträge steigen weiter.

Leistungsreduzierungen in der gesetzlichen Krankenversicherung führen trotzdem zu einem hohen Preis (ohne Gewähr, dass die Leistungen in der weiterhin GKV sicher sind).

Die Ansprüche für gesetzlich krankenversicherte sind in § 12 SGB V Abs. 1 – Sozialgesetzbuch – festgeschrieben, danach stehen nur Leistungen zu, die ausreichend, zweckmäßig und wirtschaftlich und das Maß des Notwendigen nicht überschreiten. Damit ist alles gesagt.

Der grundlegende Unterschied zwischen der privaten Krankenversicherung – PKV – und der gesetzlichen Krankenversicherung ist, dass die einmal gewählten Leistungen in der PKV gemäß den abgeschlossenen Tarifen lebenslang bestehen bleiben. Aufgrund dieser eingegangenen vertraglichen Verpflichtung kann von Seiten der privaten Krankenversicherungsgesellschaft keine Leistung gekürzt oder herausgenommen werden, im Gegenteil, die Gesellschaft kann sogar Leistungen mit hinzunehmen, ohne dass diese gesondert berechnet werden. Nicht alles in der GKV ist schlecht und wir haben damit auch eines der besten Gesundheitssysteme der Welt, welches durch eine unnötige Kostenstruktur und immer neue Gesetze aber langsam ausgehöhlt wird. Eine Änderung des Gesundheitssystems würde zum Kollaps führen, wie andere Länder es ja bereits vorgemacht haben.

Aber was ist zu beachten? Nicht jeder kann in die private Krankenversicherung wechseln, das hängt von verschiedenen Kriterien ab wie zum Beispiel das Vorhandensein von gesundheitlichen Problemen, Alter oder einfach auch nur, weil die Jahresarbeitsendgeldgrenze von € 53.550,00 für 2014 nicht erreicht wurde. Es gibt noch andere Gründe.

Die private Krankenversicherung ist ein Standbein des Gesundheitssystems. Jährlich fließen rund über 12 Mrd. Euro an die gesetzlichen Krankenkassen. Die Zuschüsse des Bundes zur gesetzlichen Krankenkasse fehlen hierbei noch. Ohne diese Unterstützung würde das gesetzliche Krankenkassensystem kaum funktionieren.

Fazit:

Beide Gesundsheitssysteme haben einen Anspruch nebeneinander zu existieren, denn die gesetzliche Krankenversicherung profitiert davon und somit auch die Millionen dort pflichtversicherten Menschen. Die Leistungen in der gesetzlichen Krankenversicherung sind jedoch drastisch eingeschränkt. Ein Gesundheitssystem, dass allen Menschen eine ausreichende Versorgung garantiert, sollte nicht geändert werden. Wer in der Lage ist, durch seine eigenen Leistungen in eine private Krankenversicherung wechseln zu können, dem steht auch dieses Recht zu.

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