Pflegeversicherung


Warum ist die private Pflegeversicherung so wichtig?

Wollen Sie Ihre Kinder mit ihrer Pflege finanziell belasten?

Gesetzliche Pflegepflichtversicherung

Wussten Sie, dass bei stationärer Pflege Unterkunft und Verpflegung von Ihnen selbst gezahlt werden müssen? Ein Irrtum ist, daß die gesetzliche Pflegepflichtversicherung alles zahlt. Es werden nur die Kosten der medizinischen Versorgung übernommen. Alles anders müssen Sie, der Lebenspartner, Kinder, selbst tragen.

Pflegestufe – Leistungen der gesetzlichen Pflegepflichtversicherung (2014)

  • Pflegestufe O ab 2013 erstmals Anspruch für Demenzerkrankte
  • Pflegestufe I € 1.023,00
  • Pflegestufe II € 1.279,00
  • Pflegestufe III € 1.550,00

Ab 2013 besteht Anspruch auf Pflegegeld in Höhe von € 120,00 und Sachleistungen in Höhe von € 220,00 für

Auf die Darstellung der Zahlungen für die häusliche private Pflege wurde hier verzichtet, aber die Beiträge liegen weit unter den vorgenannten.

Die Einstufung der Pflegestufe erfolgt durch den MDK – Medizinischer Dienst der Krankenkassen – durch Begutachtung des Betroffenen.

TIP: Ziehen Sie zur Begutachtung des Betroffenen durch den Medizinischen Dienst der Krankenkassen immer einen selbständigen Pflegeberater mit hinzu, damit die Bewertung des Zustandes auch objektiv erfolgt. Viele Anträge werden abgewiesen, obwohl der Betroffene dringend eine Pflegestufe benötigt. Es lohnt sich auch ein eigenes Tagebuch über die erbrachten eigenen Hilfeleistungen zu führen. Das Tagebuch sollte rechtzeitig begonnen werden, sobald man merkt oder der Arzt dazu rät. Wenn das Tagebuch bei der Begutachtung mit vorgelegt werdenkann, erleichert das die Einstufung in eine Pflegestufe erheblich und hat zudem auch noch Beweiskraft.

Vermögen

Sie sind verpflichtet, Ihr eigenes Vermögen für die eigene Pflege einzusetzen. Dazu gehört Kapitalvermögen, Aktien, Wertpapiere, Bank- und Sparguthaben, Lebensversicherungen, Immobilien (Eigentumswohnung, Einfamilienhaus), Schmuck, Rentenansprüche und sonstige Vermögenswerte. Sie haben nur einen Teil in Höhe von € 2.600,00, der Ihnen verbleiben kann. Erst wenn Sie alles aufgebraucht haben, haben Sie Anspruch auf Hilfe seitens des Sozialamtes.

Kinder haften für Ihre Eltern

Selbstverständlich haben Ihre Kinder Anspruch auf ein eigenes Leben und dem wird auch Rechnung getragen. Der Selbstbehalt für die Kinder mit Familie und ggf. eigenen Kindern ist erst in Abzug zu bringen, bevor das Sozialamt Rückgriff auf das Vermögen nehmen kann bzw. die Kinder zur Zahlung der nicht gedeckten Pflegekosten auffordern kann. Trotzdem haften die Kinder für Ihre Eltern und für alle entstehenden Pflegekosten, die selbst zu tragen sind.
ACHTUNG: Ansprüche des Sozialamtes wegen Pflegekosten werden grundsätzlich eingefordert, einschließlich der Einsetzung von eigenen Vermögen, sofern es nicht besonderem Schutz unterliegt.

Private Pflegevorsorge

Es wird immer wieder gefordert, dass jeder für sich und seine Familie Vorsorge für den Fall der Pflege zu treffen hat. Eine gesetzlich geförderte Pflegerente – Pflege-Bahr – mit monatlich 5,00 Förderung, ist eine Grundlage, um darauf aufzubauen. Ohne Risikofragen und ohne Ablehnung werden in Pflegestufe III max. € 600,00 pro Monat geleistet.
Pflegerenten, Pflegetagegeld, Pflegekosten und Pflegemonatsgeld – die Möglichkeiten sind äußerst vielseitig und es bedarf einer intensiven Vorbereitung und Beratung, sich für eine der Varianten zu entscheiden.

FAZIT:

Die Zahl der Pflegebedürftigen steigt zusehends, die Kosten werden immer höher und die Eigenverantwortung wächst. Das Sozialsystem kann nicht mehr alles übernehmen, daher ist eine frühzeitige Vorsorge dringend notwendig und wer schon einmal diesen Fall in der eigenen Familie oder im Bekanntenkreis erlebt hat, weiß um die Vorteile einer eigenen Vorsorge.

Für Ihre Fragen stehe ich Ihnen gerne telefonisch, per Mail oder per Kontakt-Formular zur Verfügung.